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Die Vorzeichen einer weltweite Rezession wären der Ungemach für die Welt eigentlich genug gewesen. Trotzdem waren die handverlesenen Organisatoren Muchi, Paul C. und Jöre dreist genug, die anderen Klickenmitglieder zur Teilnahme an der Panzerknackerreise 2008 zu nötigen. So versammelten sich die vom Leben arg gebeutelten am Freitag den 13. nein den 31. (bitte den freudschen Verschreiber zu entschuldigen) November um 17 Uhr in Rudis Lager. Einzig Peti war nicht dabei, ihm gelang es sich bei einem Ybriger Urwalddoktor einen ärztlichen Attest zu beschaffen. Glücklicherweise, denn der gemietete Reisebus war bis auf den letzten Platz besetzt. Wir fuhren los und just als der vollbesetzte Car seine Betriebstemperatur erreichte, sollten wir auch schon wieder aussteigen. Wir waren bis zum Fussballplatz Beichlen gekommen wo wir im Klubhaus zum Spaghettiessen empfangen wurden. Ein Billigstessen! Die drohende weltweite Rezession hatte uns also voll erwischt. Mit drei verschiedenen Saucen wurde uns noch etwas Hochkonjunktur vorgegaukelt, aber der Kaffe aus dem Pappbecher liess unser Hoffen auf eine bessere Zukunft wieder schwinden.
Bald wurden wir wieder in den Bus geladen und mit ungewissem Ziel durch die kalte Nacht gekarrt. Die Fahrt führte uns in eine eigentümliche Gegend. Eine bewohnte Landschaft die mit einer ausserirdischen Spezies bevölkert ist. Die Wesen schienen mit der menschlichen Rasse verwandt zu sein, verständigten sich jedoch untereinander mit seltsamen akustischen Tongebilden.
Uns dämmerte es! Wir Zürcher befanden uns in Basel!!! Die Talsohle unseres Zerfalls war erreicht! Erschüttert bezogen wir Quartier in einer Jugendherberge die unmittelbar vor einer einjährigen Umbauphase stand. Es ging auch gleich los mit den Problemen: Begis Zimmerschlüssel klemmte so stark dass er kaum mehr aus dem Schnapp-Schloss zu ziehen war und die Türe war nicht aufzukriegen. Die ganze Sache stellte sich später als Bedienungsfehler heraus, da er den eigenen Wohnungsschlüssel an Stelle des Zimmerschlüssel verwendete. Wer hat eigentlich im Bus das ganze Bier getrunken? Der erste Abend in Basel verläuft ruhig, die Bierrechnung im Braunen Mutz beträgt 400 Fr. Das Samstagmorgenfrühstück musste von einigen Teilnehmern in Unterhosen eingenommen werden, da sie sich wegen den bereits erwähnten Schnappschlössern aus den Zimmern ausgesperrt hatten. Die anwesenden Touristen zeigten sich belustigt über das vermeintliche Basler Brauchtum.
Nachdem der Hausmeister wieder allen den Zugang zu ihren Zimmern verschafft hatte fuhren wir los. Das Ziel erreichte wir nach einer halben Stunde Fahrzeit: Die Paintballhalle in Grellingen. Die Paintballballerei machte fast allen Spass und endete mit vereinzelten blauen Flecken. Was uns zur Erkenntnis verhalf, dass Schussabgaben aus 30cm Distanz zu vermeiden sind. (Aua!)
Zurück in der Jugendherberge erwartet uns Hugo, unser Kontaktmann zum aussergalaktischen Planeten namens Basel. Er führte uns durch die Innenstadt und wir konnten uns langsam an seine sonderbare Sprache gewöhnen. Bald schon verstanden wir einige Wörter und die Kontaktaufnahme mit dem einheimischen Ausserirdischen klappte immer besser. Und so kam es dass das Unmögliche möglich wurde. Uns Zürchern beginnt es in Basel zu gefallen !!!
Hugo stellt uns seinen Freunden vor wir nehmen in einer charmanten Altstadtwohnung einen Apero ein, assen Raclette im Cliquenkeller der Logenclique und bestaunten anschliessend den mit Laternen geschmückten Keller der Sans Gene Clique. Die Sujets der Laternen sind Zeugen jahrzehnte alter Basler Fasnachtstradition. Wir sind von alledem schwer beeindruckt und haben uns mit dem Baslersein anfreunden können. Können Basler und wir Zürcher miteinander auskommen? Jä! Mir chönne! Ermutigt von diesem Highlight der Völkerverständigung, fassten sich Tage darauf die Amerikanischen Wähler/Innen ein Herz und wählten Barack Obama zum Präsidenten. Er übersetzte unsere Erkenntnis in: Yes, we can, und hat sich so seinen Platz in der Geschichte wohl gesichert. Erstaunlich wie Basler und Zürcher Fasnächtler die Weltpolitik beeinflussen können!
Doch zurück zu unserem Reisli. Nach der Nacht der Nächte machten wir uns Tags darauf auf den Heimweg. In Sihlbrugg erholten wir uns beim Bowling noch ein wenig vom Weltenretten und freuten uns über das gelungene Reisli.
Das Los hat Thömmel , Vinz und Roli J. als Organisatoren der Reise 2009 bestimmt.
Zufälligerweise erfuhren wir Mitglieder der Panzerknackerklicke, dass die Besammlung zur diesjährigen Vereinsreise am 2. November 2007 um 16.00 Uhr im Restaurant Rössli stattfinden sollte. Da die Organisatoren Brauni, Mäcke und Jüge auf eine schriftliche Einladung verzichteten, um nicht gerichtlich belangt werden zu können, liess uns böses erahnen. Auch die offizielle Begründung zum Papierverzicht nämlich „Sparmassnahmen“, konnte uns nicht so richtig ermutigen. Schon bald sollten wir in einen Bus einsteigen, der aus Spargründen von Mäcke pilotiert wurde und im Passagierbereich keine Heizung hatte. Um den Treibstoffverbrauch niedrig zu halten, fuhren wir nur einen Kilometer bis zur Firma Bütler, wo das Nachtessen in Form von Schüblig und Kartoffelsalat auf uns wartete. Trotz den Sparbemühungen kriegten wir erstaunlich grosse Portionen ab. Wahrscheinlich konnte die Familie Bütler einfach nicht zusehen wie wir ins Verderben rasselten, und legte barmherzig noch ein paar Würste auf die Bestellung drauf. Als wir dann in Richtung St. Gallen weiterfuhren, kamen wir auch nicht viel weiter. Bereits in Wollishofen senkte ein Verkehrsstau unser Reisefieber. Da standen wir nun. Positiv an der Situation war, dass das OK genug Zeit hatte um die Reisevorbereitung noch einmal zu überdenken. Und tatsächlich in der Brunau wurde gewendet und wir fuhren allen Sparbemühungen zum Trotz den ganzen Weg zurück, um via Ricken nach St. Gallen zu gelangen. Wir waren beruhigt, denn eine Stunde Umweg in Kauf zu nehmen um zehn Minuten Stau zu umfahren zeigte uns, dass die Sparerei ein Ende hatte und die alten Zeiten der Völlerei und der Verschwendung wieder Einzug hielten! Dunkel war’s der Mond schien helle als wir in St.Gallen im Hotel Weissenstein die Zimmer beziehen konnten. Der freie Ausgang verlief Polizeiberichten zufolge unspektakulär. Die zahlreichen Türsteher in der St.Galler Altstatt zeigten sich etwas enttäuscht weil sie kaum eingreifen mussten. Dabei hätte ein bisschen Fullkontaktkarate gut getan bei dieser Saukälte. Am Morgen danach waren alle um 9 Uhr auf den Beinen, ein Zeichen flächendeckender Midlifecrises. Der Ex Präsident Brauni drängte zur Abfahrt. Dicke Jacken mitnehmen hiess der Rat der Organisatoren, welcher anbetracht des ungeheizten Car auch widerstandslos befolgt wurde. Also fuhren wir nach Buchs, wo uns das Team des Greifvogelparks zu einer Führung empfing. Leider fiel die Flugshow aus, da die Vögel keine warmen Jacken hatten und die Show noch in den Zeiten des Sparens gebucht worden war. Trotzdem konnten wir Greifvögel aus der Nähe betrachten. Greifvögel heissen so, weil sie den Wärter angreifen wenn er das Gehege betritt, orakelt Paul C. seines Zeichens Ornithologe a.D.
Eine warme Gerstensuppe zu Mittag, gab uns die Gelegenheit die Jacken kurz auszuziehen. Ausser Knut Jantz, unser kleiner Eisbär. Er liess sein weisses Fell angezogen uns fand es so gudu. Bald fuhren wir zum Flugplatz Altenrhein und besuchten das Flugzeugmuseum. Dort führte uns Top-Gunnner Mister Dick durch die Ausstellung. War sehr interessant. Verstohlen blickte Knut auf die dicken Pilotenwinterstiefel die mit weissem Fell gefüttert waren, aber als als Ausstellungstück leider unverkäuflich sind. Nach dem anschliessendem Apero fuhren wir zurück zum Hotel. Im schicken Restaurant Bäumle gab es Nachtessen und die Gelegenheit das O.K. fürs Reisli 2008 zu wählen: Muchi, Paul und Jöre.
Dann kam die hammernharte Nachricht für Nachtschwärmer: Die Abfahrt am Sonntag wurde auf 07.30!! geplant. Kein Druckfehler!! Überraschenderweise waren am Morgen fast alle da. Nur die zwei Schleckmäuler von ob der Autobahn fehlten. Notfallmässig konnten die beiden aber doch mit einem Instantfrühstück (1 Zigarette und 1 kleines Bier) reanimiert werden.
Das aldimässige Geizistgeilnavigationssystem führt uns danach im Zickzackkurs zur Schwägalp, wo wir die Bahn zum Säntis verpassten, was beim Ex-Presi Brauni zu einem hydraulischen Systemüberdruck führte. Aber mit der nächsten Gondel hat es dann doch noch geklappt. Das Frühstück war auf dieser Höhe war besonders schmackhaft. Wahrscheinlich weil die Eier früher kochen, gab ein unbekanntbleibendwollender Physiker unter uns zu Protokoll. Die Aussicht auf dem Säntis war aussichtslos, konnte man doch nur den Nebel sehen und sogar diesen undeutlich, meinten die zwei Schleckmäuler. Also beschloss das O.K. den Rückzug, sprich Talfahrt. Wir fuhren nach Appenzell und schlugen uns dort die gesparte Zeit um die Ohren. Bald warf Mäcke das Navigationsgerät aus dem Fenster und brachte uns auf direktem Weg nach Hause wo wir uns beim O.K. für das schöne Reisli bedankten.
Bereits am Freitag Nachmittag um 16.00 Uhr besammeln wir uns im Rest. Schützi.
Und los geht’s mit dem original Panzerknacker
Reislichauffeur Franz am Volant des original Panzerknackerreislicars.
Kaum fahren wir los, ziehen schon die ersten Wolken am Firmament auf. Der
bevorstehende Wetterwechsel kann
uns allerdings nichts anhaben, da wir alle mit Regenschutz ausgerüstet
sind.
Doch das Ungemach kommt nicht in Form von Regen, sondern als sinkender
Luftdruck. Der höhere Luftdruck im Reisecar-WC gleicht sich zum niederen
Umgebungsdruck hin aus und das Resultat ist dem Physiker hinlänglich
bekannt: Es stinkt nach Scheisse!
Chauffeur Franz ist der Geruch auch unangenehm und er verspricht, das Klo
am Sonntagabend sofort zu leeren. Die Reisegesellschaft, erfreut ab der
guten Neuigkeiten, kann den Hirzelstau vor Sihlbrugg in vollen Zügen
geniessen.
Das OK (Organisationskomitee, damit der ungeübte
Reisliberichterstattungskonsument auch versteht, was gemeint ist) macht
die ersten Andeutungen, wo denn die Reise hingehen soll. Angeblich nach
Beromünster zum Fallschirmspringen! Das löst Begeisterung aus,
allerdings nur beim OK Chef Roli
Jantz, dem alten Freifalljunkie. Die
anderen können sich entspannen, als klar wird, dass der Car an Beromünster
vorbeistinkt.
Weiter geht’s nach Westen der untergehenden Sonne entgegen, die dem
einsetzenden Dauerregen Platz macht, der uns in der Barockstadt Solothurn
empfängt.
Schutz vor dem Regen finden wir im angeblichen Nr.1 Prominentenlokal „Jägerstübli“.
Dort riecht es auch, aber diesmal nach Käsefondue mit Knoblauch im
Endstadium. Prominenz lässt sich keine blicken, dafür besitzt die Wirtin
einen gewissen Unterhaltungswert, als sie sich standhaft weigert, dem
verdutzten Begi einen Tee-Rum zum Fondue zu servieren. Der Koch kommt aus
seiner Kombüse, die anderen Gäste drehen sich zu uns und alle betrachten
den aussätzigen Begi, der es gewagt hat, eine ganze Region zu beleidigen
mit seiner Tee-Rum-Bestellung.
Ein zweites Mal treten wir ins Fettnäpfchen, indem wir ein Fenster leicht
öffnen wollen um einer Knoblauchgasexplosion vorzubeugen. Schon
schmettert die Wirtin die Parole zum Fensterschliessen durch die Jägerstüblikaserne.
Als sich dann Ex-Presi Brauni
noch erdreistet, eine Zigarre anzufeuern,
droht ihm lebenslanger Landesverweis. Dieser verlässt das Lokal und
raucht draussen im Abendrot; ach so, die Sonne ist ja schon untergegangen,
es ist wohl doch sein Kopf, der rot leuchtet!
Zimmer bekommen wir vom OK im Hotel Ambassador zugewiesen. Die Attraktion
des Hauses ist der Nachtkellner, den man sich als Bestbesetzung des
Totengräbers von “Spiel mir das Lied vom Tod“ vorstellen kann.
Sein langsames Berndeutsch lässt vermuten, dass er wahrscheinlich schon
lange Tod sein muss, aber bis jetzt noch keine Zeit gefunden hat
umzufallen.
Am nächsten Morgen sollten wir eigentlich
aufbrechen, doch OK Chef Roli Jantz sieht sich von seinen beiden Kollegen
im Stich gelassen. Er wirkt etwas hilflos, da der das OK-Führerhandbuch
nicht zur Hand hat und nicht ganz sicher ist, in welcher Stadt wir uns
befinden. Also harren wir der Dinge, die da kommen.
Sie kommen eine Stunde später leichengleich geschlichen und bilden den
Rest des OK. Das Aussehen einiger Knackis hat im Verlaufe der Nacht das
Aussehen von Solothurn angenommen: älteste Barockstadt!! Wir können dann
doch aufbrechen und Franz fährt uns mit seinem „cheibenschönen Carli“
nach La Chaux-de-Fonds.
Dort warten bereits acht aufgetankte Quads (Vierrädriger Motocrosstöff )
und ein ortskundiger Führer auf uns. Noch konnten wir und er nicht
wissen, dass seine Jurassische Gelassenheit bald für den ganzen Tag
verschwunden sein wird.
Doch der Reihe nach: Die ersten acht Knackis fassen Jacken, Helm und
Hosen, die restlichen begeben sich zum Seilpark „Aeroland“. Die acht
Quadpiloten erhalten klare Anweisung, vorsichtig zu fahren und stets
hinter dem ortskundigen Führer zu bleiben. Dies klappt hervorragend,
wenigstens die ersten drei Minuten, dann erreichen wir nämlich die erste
Alpweide, wo sich Büebel gleich einmal querfeldein absetzt. Das Geschrei
des Führers holt ihn wieder zurück. Die Standpauke beantwortet Büebel
mit Achselzucken, da er kein Französisch versteht. Was uns irritiert,
denn der Führer sprach und spricht deutsch.
Weiter geht’s auf Kiesstrassen durch Wälder und Juraweiden. Nach einer
Stunde wilden Rittes, begleitet von gelegentlichen Fluchattacken unseres Führers,
parken wir vor einer französischen Alpwirtschaft. Dort gibt’s Kaffee
und anschliessend eine Überraschung: Büebels Quad fehlt, was zunächst
niemand bemerkt, da er einfach einen anderen nimmt. Die Suche nach dem
fehlenden Quad dauert nicht lange; wir sichten ihn 300 Meter weiter unten
talwärts. Der Führer flucht abermals, sagt irgendetwas über
Handbremsen, repariert den durchschlagenen Zaun und holt den Quad zurück.
Büebel kann nur mit den Schultern zucken,denn, er versteht kein Französisch.
Auf dem Rückweg werden in der Innenstadt noch einige Schleuderübungen
ausgeführt, die welschen Autofahrer räumen zum Glück die Strasse.
Beim „Aeroland“ treffen wir die andere Gruppe. Unser Führer flucht
schon wieder, weil diesmal vier Quads fehlen, diese melden sich
telefonisch mit Fahrer vom anderen Ende der Stadt. Als er alle Schäfchen
beisammen hat, bemerkt er, dass die zweite Gruppe, die jetzt eigentlich
fahren sollte, bereits die dritte Bierrunde hinter sich hat. Das lupft ihm
endgültig den Helm, er zieht von dannen und ward nimmermehr
gesehen.
Der vorgesehene Drahtseilakt im Kletterpark „Aeroland“ entfällt wegen
Dauerregen. Wir weilen noch etwas im „Buvette Chapeau“ und essen oder
spielen Schellenjass mit französischen Karten.
Dann Carfahrt nach Porrentruy wo wir im Hotel „Cheval Blanc“ unsere
Zimmer für die zweite Nacht beziehen. Beim Nachtessen gibt es noch eine
Portion Reduitfeeling, denn wir dinieren im geschichtsträchtigen Hotel du
Gare in Courgenay. Dort arbeitete die vielbesungene Gilberte de Courgenay
während des Ersten Weltkrieges. Das Nachtleben in Porrentruy ist
unspektakulär aber gemütlich. Am nächsten Morgen kurft uns Franz über
den Col de la Croix nach St.
Ursanne hinunter, wo uns ein feuchtfröhliches Vergnügen erwartet: Kanu
und Kajakfahren auf dem Doubs. Lufttemperatur 10 Grad, Wassertemperatur 10
Grad.
Vor der Fahrt werden wir vom französischsprechenden Guide in die Geheimnisse des Wildwasserfahrens eingeführt. Büebel hört zu und zuckt mit den Schulten. Nach den ersten Stromschnellen zeigt sich, dass das Kanu von Urs und Paul mit 250kg leicht überladen ist und zum Gaudi der anderen volläuft. In weiser Voraussicht hat uns der Guide das Bootsentwässern auch beigebracht und so schaffen wir es dann doch bis zur Brücke von St. Ursanne, wo ein wohlverdienter Kleiderwechsel fällig wird. Mittagessen anschliessend im heimeligen Restaurant „Demi Lune“. Das war’s; ab nach Hause, wo uns Chauffeur Franz sicher abliefert. Die Auslosung für das nächste Reisli entfällt, da nächstes Jahr ein Jubiläumsspezialreisli stattfinden wird.
Wir bedanken uns euphorisch bei OK-Chef Roli Jantz, der mit Thömmel Aeppli und Peti Flüeler ein super 3-Telefonreisli organitelefoniert hat.
Die Reise der Besinnung
Für die Berichterstattung wird ein salbungsvoller
Stil angewendet um den für uns sorgetragenden Bruder Rudolf nicht zu erzürnen,
worauf später im Text noch eingegangen wird.
Die Wallfahrt wurde geleitet von den beiden alten
Jüngern
Brauni und Urs
und eben Bruder
Rudolf, der im weltlichen Leben Ruedi genannt wird.
Biblisches, himmlisches um nicht zu sagen göttliches
Wetter herrschte an diesem gesegneten Herbstwochenende. Doch nun weg von
den Superlativen, zur Reise als solche.
Wir besammelten uns um 16.00 Uhr im Restaurant Rössli
damit Werni
Schuler auch eine Stunde lang mit uns Andacht halten konnte.
Um 17 Uhr betrat ein alter Bekannter die
Wirtschaft: Der heilige Franz unser Hirte, Chauffeur und Leidensgenosse so
mancher früherer Reisen. Er hatte sich etwas verspätet - für seinen Luxus-Car
fand er keinen geeigneten Parkplatz oder er musste noch den heiligen
Christophorus, den Schutzpatron der Autofahrer, um Hilfe bitten und die
dazu gehörige Plakette weihen. Wie auch immer, um 17.45 machten wir uns
auf in Richtung Jerusalem. Allerdings kamen wir nur bis nach Chur, wo wir
im Hotel Drei
(wahrscheinlich heilige) Könige in inniger Demut unser bescheidenes
Lager errichteten.
Anschliessend ging's mit dem Car nach Jenins
( welches wir nun vorwärts und rückwärts kennen, dank Chauffeur Franz,
siehe Bericht
vom letzten Jahr) wo ein feines Abendmahl in der Trotte zum alten
Torkel wartet. Dann war es soweit: Bruder Rudolf ergriff das Wort,
vielmehr die Wörter, denn eine Predigt enthält ja für gewöhnlich viele
der selbigen.
Rudolf ermahnte uns Sorge zu tragen und den Verlockungen der heidnischen
Barbaren, also dem zügellosen Lebenswandel abzuschwören. Des weiteren
rief er uns dazu auf seine Reinheit zum Vorbild zu nehmen und aus seiner
Lebenserfahrung Profit zu schlagen. Reuig kehrten wir bereits kurz nach
1.00 Uhr der Churer Altstatt den Rücken und schliefen den Schlaf der
Gerechten.
Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass sich Rudolf am
allerwenigsten an seine eigenen Ratschläge gehalten hatte. Wasser
predigen und Wein trinken und davon gleich eine, wie Bruder Paul C.
bemerkte, Hagraffe voll. Seine Beichte erschütterte uns. Die Strafe spürte
er wie alle Sünder seiner Art im Kopf, wo das Fegefeuer wütete und der göttliche
Groll an die Schädelwände krachte. In Begleitung des schlafenden Rudolfs
fuhren wir um 8.45 nach Mels,
wo die Besichtigung des Versuchsstollen
Hagerbach mit anschliessendem Schiesswettbewerb in der unterirdischen
Schiessanlage anstand. Das gefiel uns gut, denn hier in der Unterwelt
konnten wir endlich, anstatt zu schallmeien, in diabolischer Lust mit dem
doppelläufigen Büffeltöter vorbeieilende Blechhasen herunterballern.
1. Rang: J. Marti - kein Preisgeld
2. Rang: U. Fux - kein Preisgeld
3. Rang: R. Jantz - kein Preisgeld
Letzter Rang und Gewinner des Trostpreises: P. Flüeler, er kriegt dafür
ein Victorinox Taschenmesser, Typ Mc Giver. Also doch: Die Letzten werden
die Ersten sein. Stimmt es einen nicht froh, wie uns eine solche Reise der
Biblischen Schrift näher bringt?
Mittagessen gab es im Stollenrestaurant bewacht vom Stollenhirsch.
Nach dem Nachtisch erblickten wir wieder das Licht der Welt, wo uns Bruder
Rudolf prophezeite, dass es jetzt "ganz schön" werde
Tatsächlich, wir fuhren mit dem Car nach Churwalden zur längsten
Rodelbahn der Welt. Nach der letzten Schussfahrt
durch die halbdunkle Berglandschaft fuhr uns der Heilige Franz nach Malix,
wo wir im Gasthaus
zur Kapelle das zweite Abendmahl unserer Reise einnahmen. Es gab
Wildspezialitäten und dazu lüpfige Ländlermusik bei der es einem den
Hut lüpft oder den Zuhörer gar im Magenbereich lüpft.
Alsbald verliessen wir die Kapelle mit der Kapelle um in Chur den
meditativen Abendspaziergang zu beginnen. Nicht so Bruder Rudolf der sich
zum Gebet in seine Klause zurückzog. Langsam war es an der Zeit unsere
soziale Aufgabe zu erfüllen und den Sündern dieser Welt auf den rechten
Weg zu helfen. Am geeignetsten für dieses Vorhaben erschien uns das
Restaurant Bierhalle, eine Schenke mit beträchtlichem Sündenpotential.
Für uns gab es hier reichlich Arbeit, denn die Besitzerin versuchte die
ebenfalls im Lokal arbeitende Tochter unter die Haube zu bringen.
Eigentlich ein sonst schon aussichtsloses Unterfangen, trotzdem wurde doch
tatsächlich versucht, die holde Maid bei uns unterzubringen, obwohl doch
jeder weiss, dass damit unsere zöllibare Grundhaltung in einer Weise
angegriffen wird, dass es einem die Schamröte in die Arschbacken treibt.
Nach endlosen Debatten und einer Anzahl gescheiterter Vermittlungsversuche
und sozialem Engagement unsererseits kehrte endlich (Nacht)ruhe ein.
Am nächsten Morgen um 10.00Uhr verliessen wir Chur, in der Gewissheit
dass Wallfahren ganz unterhaltsam ist.
Auf dem Nachhauseweg liess uns der heilige Franz in Uznach aussteigen, wo
wir über das Wasser des Obersees wandeln sollten. Mit dem
bereitgestellten Partyschiff
MS Horgen klappte das auch ganz gut. In Hurden mussten wir aussteigen
um im Rössli
einen Fisch zu taufen. Wir verliehen ihm den Namen Egli und den Nachnamen
Filet und assen ihn auch gleich auf. Dazu trinkt der fromme Mann einen gehörigen
Schluck Brandy wie es die Heilige Schrift vorsieht und zwar im
Kapitel.....das ist mir jetzt leider entfallen.
Nach diesem bekömmlichen Mittagessen blieb uns
noch die Auslosung für die Reise des Nächsten Jahres durchzuführen.
Leise tuckerte die MS Horgen, lieblich schimmerte der See als die
drei Auserwählten ihr fürchterliches Schicksal erfuhren: Peti,
Roli
und Thömmel
Wir freuen und auf das nächste Jahr - mit
teuflischem Grinsen
Reisli 2003 -Im Rückwärtsgang durch Appenzell
Per Haftbefehl wurden die Knackis zum Reisli 2003 aufgeboten; Freitag 24. Oktober 16.00 im Schützi und dies pünktlich, so lautete die Einladung.
Zwei von drei OK-Mitglieder waren anwesend, tigerten nervös herum und machten auf bitte sehr und bitte gleich. Draussen wartete ein Reisecar der Extraklasse. Bestückt mit sofamässigen Ledersitzen und pilotiert von Routier-Suisse Franz Schuler, der allseits beliebte Panzerknacker Originalchauffeur. Trotz all der Schmeicheleien fehlten gleich 6 Mitglieder. Ahnten sie Schlimmes kommen?
Mutig dafür Fasnachtschauffeur Mäcke Bütler der auf Tutti ging, alles riskierte und uns als Gast begleitete.
Abfahrt um 17.30 Uhr in Richtung Osten.
Die Reise dümpelte vor sich hin, etwas plump der Versuch der Organisatoren, Feldkirch als Reisezielgerücht zu streuen.
Dann überschlugen sich die Ereignisse: Paul C. benützt als erster das WC, welches dann für unbestimmte Zeit unbrauchbar wurde. Antisenfgasschutzmasken befanden sich leider keine an Bord. Franz redete sich einen weg, leider ohne die Lautsprecher einzuschalten und so verhallte seine vor dem Spiegel eingeübte Ansprache ungehört im Führerstand.
Die Fahrt führte durch unbekannte Landschaften, Dörfer mit exotischen Namen tauchten auf.
Schliesslich gelangten wir in eine Gegend mit kleinen Leuten, die unverständliche Laute von sich gaben. Plötzlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel wurde den Reisenden klar, auf welchem fremden Planeten sie gelandet waren:
Appenzell
City (IR)
Das pulsierende Nachtleben von Appenzöll-City erwies sich als recht übersichtlich, da nur gerade zwei Lokalitäten nach 23.00 Uhr überhaupt noch offen hatten. Dass man sich auch in einem solch kleinen Nest noch verlaufen kann, musste Begi am eigenen kalten Körper erfahren. Zur fortgeschrittenen Stunde irrte er durch Appenzell und sah bereits dem Erfrierungstod ins eisige Auge, als sich ein einheimischer Frühaufsteher bei der Hotelsuche behilflich zeigte.
Am Morgen war es dann nicht ganz unerwartet Samstag. Die minus 10 Grad wurden mehrheitlich als willkommene Erfrischung empfunden. Alle sassen im Car und die Reise ging weiter. Wir überquerten den Dorfbach einmal ( Begi nächtens 8 mal ), bogen in eine Quartierstrasse ein und landeten in der wahrscheinlich längsten Sackgasse Appenzells. Was dann folgte, war der Höhepunkt der Reise. Chauffeur Franz im Rückwärtsgang in 30 Minuten durch Appenzell. Irgendwie wurde das Ziel erreicht, es war die Appenzeller Alpenbitter Brennerei, welche etwa dreihundert Meter vom Hotel entfernt ist. Als dann die Fremdenführerin des Betriebes noch fragt, wer denn "näbis den Car dermössig tubelig parkiärt heet", wusste Routier Franz, dass heute nicht sein Tag ist. Die Dame vermochte durch ihr rässes Mundwerk zu überzeugen, welches eine Stunde lang die Besucher fesselte. Als wir glaubten, langsam hinter das Geheimnis des Appenzellerbrauens gekommen zu sein, meinte unsere Erzählerin: "So jätzt wird’s kompliziärt aber nu käi Angscht ihr möönd nüt verstoo, d’Hooptsach isch ich häns erkläärt". Nach dem Rundgang die Degustation. Brrrrrr, Magenbitter!!!!!
Dann die Fahrt zum Säntispark Abtwil, wo Franz vorwärts in einen eindeutig gekennzeichneten Carparkplatz einfuhr und uns zum Minigolfspielen entliess. Die Sieger des ersten offiziellen Panzerknacker Minigolf Indoorturnieres hiessen: Jürg Marti im karierten Hemd und Turner Thomas Aeppli, beide von ob der Autobahn.
Die Zeit drängte, wir fuhren hinauf zum Schwäbischen Meer ( Bodensee ), wo wir im Hotel Bijou Quartier fanden. Westernromantik war nun angesagt, wir wurden im Pferdewagen durch Wald und Heide gekarrt. Es war schon dunkel und bitterkalt. Häuptling Sitting Gamspichler Jantz schien es im Wilden Westen doch nicht zu gefallen, er sehnte sich lautstark nach dem geheizten Luxusliner von Chauffeur Franz. Erleichtert sahen wir in der Ferne die Lichter der Buschenschenke auftauchen, wo wir Gebratenes schlemmten und mit hausgebrannten Wassern die gefrorenen Gliedmassen wieder auf Betriebstemperatur brachten.
Werni Schuler gesellte sich zu uns, und konnte miterleben, wie Vinz mit dem befreundeten Gastwirt ein Obstbauerntreffen mit viel Fleisch, viel Gebranntem und ohne Obst abhielt. Dann herumlungern, schlafen und am Sonntag die Heimreise. Doch nicht ganz, denn Chauffeur Franz fand einen prima Parkplatz direkt neben der Kartbahn Sulgen, wo wir nach einem brutalen Qualifying ein noch härteres Rennen fuhren. Überraschenderweise schien Schweinebraten essen eine ideale Vorbereitung für ein Kartrennen zu sein, denn Vinz Jr. Bütler fuhr mit Abstand die schnellste Runde, wurde dann aber doch disqualifiziert wegen bauernschlauem Abkürzen. Sieger wieder Turner Aeppli und Senn Marti, die zuhause die besten Trainingsbedingungen haben, da man ob der Autobahn keine 30er-Zonen kennt.
Auf der Nachhausefahrt wurde noch ein verspätetes Mittagessen auf dem Seedamm eingeschoben. Beim Dessert dann die Überraschung: Probezeitabsolvent Christof erklärt seine Probezeit als beendet und verzichtet darauf, ein PK-Mitglied zu werden. Ein ganz normales Gefühl also, nach einem unserer Reisli.
Es wurden noch die Organisatoren fürs nächste Jahr ausgelost: Ruedi, Brauni und Urs, welcher, wie er sagt, die Sache schon Pfannenfertig im Köcher hat.
Auch wenn es nicht so sein sollte, freuen wir uns doch schon auf die nächste Reise.
Die Wädenswiler
Panzerknackerklicke wurde einmal mehr zur schlimmst möglichen Strafe verdammt:
48 Stunden Knackerreisli im schwarz/weiss gestreiften Gwändli!!
Dem schriftlichen richterlichen Urteil folgend,
besammelte sich die Bande am 27. September um 16.30 Uhr im Rest. Neuhüsli zur
Henkersmahlzeit, die aus Bier und Hacktätschli bestand.
Dies stimmte die Gruppe gnädig, sodass sie sich widerstandslos mit dem Ortsbus
und dann in einem Wagen der Schweizerischen Bundesbahnen abführen liess. Die für
den Gefangenentransport verantwortlichen Ganoven Peti, Werni und Zachi konnten
eine ruhige Kugel schieben, alles schien unter Kontrolle zu sein. Doch bei der
planmässigen Umladeaktion im Zürcher Hauptbahnhof geschah es: Roli „Tschäntzi“
Jantz nutzte die Gunst der Stunde und haute ab! Die übrigen Bandenmitglieder
befanden sich schon im Schnellzug Richtung Luzern, als sie die Flucht bemerkten.
Die sofort gestartete telefonische Grossfahndung brachte keinen nennenswerten
Erfolg. Da sich bei Amnesty International nur der Telefonbeantworter meldete,
machte sich bei den Transportverantwortlichen eine nicht zu leugnende
Ratlosigkeit breit. Die Anmeldeformulare zur RTL-Talkshow „Melde dich!“
waren schon ausgefüllt, als sich der Flüchtende auf Jöre „Schrat“ Martis
Handy meldete und sich mit den Worten: „Gopfertelli, wo sind ihr
eigentlich!?“, über seine Eskapaden reuig zeigte.
Der Sünder konnte dazu bewegt werden, seinen Migrossack zu ergreifen, die
Stehbar im HB zu verlassen und sich in seinem schwarz/weiss gestreiften Gewand
in eine Taxe zu setzen. Ziel: Hotel Löwengraben ehemals Zentralgefängnis
Luzern.
Alle hatten dort ihre Zweierzellen schon bezogen und begaben sich gerade zum
Esssaal, als der verlorengeglaubte Sohn vor den Gefängnistoren vorfuhr.
Zu den löblichen Errungenschaften der westlichen Zivilisation gehört
zweifelsfrei der moderne Strafvollzug. Dieser gestattete es uns Panzerknackern
bereits am ersten Abend, in den Genuss eines Hafturlaubes zu kommen.
Der Ausgang in der Luzerner Innenstadt wurde dazu benützt, totes Kapital zu
beleben, d.h. es unter die (Wirts)Leute zu bringen. Wer des Volksmundes mächtig
ist, kennt den Ausdruck „Ich glaube ich habe letzte Nacht Land gekauft“. So
gesehen, war dann der eine oder andere Grossgrundbesitzer dabei, als wir am
Samstag den 28. September schon um 10.00 Uhr den Zug in Richtung Engelberg
bestiegen. Diese Strecke ist voll tauglich für Gruppenreisen, da nie
umgestiegen werden muss. In Engelberg erwartete die Hungrigen ein kleiner
Imbiss. Interessanterweise scheinen Grossgrundbesitzer keine grossen Esser zu
sein. Da dies ein Reisebericht und keine Sozialstudie ist, fahre ich mit
dem weiteren Verlauf des Tages fort.
Wir bezogen unser zweites Nachtlager, das Hotel Europe, ein Jugendstilbau aus
dem Jahre 1902 ( Photos
). Dieses Grand Hotel ist mit seiner noblen Eleganz bestens für die
Beherbergung von Grossgrundbesitzern geeignet. Aber die Zeit des Schlafens lag
noch in weiter Ferne, denn zuerst galt es, das Nachmittagsprogramm zu
absolvieren. Die Klicke teilte sich in je eine verwegene, in eine wagemutige und
in eine „bitte nicht“ Gruppe auf. Zur „bitte nicht“ Gruppe gehörten
Begi ( Fieber, geschwollene Lippe, ärztliches Zeugnis ), Cardinal Paul
(Wallungen, ärztliches Zeugnis ) und Roli J. ( Schwartenriss ohne ärztlliches
Zeugnis, da zu früh aus dem Spital abgehauen ). Die vitale Mehrheit vergnügte
sich bei herrlichem Wetter mit Tandemgleitschirmfliegen oder beim Flying Fox ( Bilder
), einer Art gemässigtem Bungee-jumping. Adrinalingeschwängert und mit einem
üppigen Nachtessen im Magen verhielt sich die Bande an diesem Abend für einmal
unauffällig und gesittet. Was Scheisse ist, denn irgend etwas sollte man hier
zu berichten haben ohne sich erfundene Geschichten aus den Fingern saugen zu müssen.
Nun denn, am Sonntag morgen überraschte
uns eine Kolonie Inder, die in der Hotelhalle lagerten und
Bombayhauptbahnhoffeeling verbreiteten. Schon bald tauchte Franz Schuler auf,
ein Urgestein der Chauffeurengilde, der unser Gepäck und die Kriegsversehrten
einlud.
Die restlichen 14 Knackis fassten am Engelberger Centralhauptbahnhof ein Bike
oder ein Damenfahrrad ( de Gschwinder isch dä Gschnäller ) und fuhren damit
bei immer noch prächtigem Wetter talwärts. Schuler Franz mit seinem cheibenschönen
Carli als Besenwagen einzusetzen, erwies sich schon bald als exzellenter
Schachzug der Organisatoren. Die Materialermüdung setze wie erwartet im
Verlaufe der langen Fahrt ein, nämlich nach etwa 6 Minuten. Muchi Erdlen war
das Opfer resp. der hintere Reifen, welcher die subtile Fahrweise mit einem
lauten Knall quittierte. Was Querfeldeinspezialist Muchi nicht daran hinderte,
die gröbsten Stein- und Wurzelpassagen in Höchsttempo fertig zu fahren und
erst den asphaltierten Teil der Strecke mit dem Ersatzbike zu absolvieren. Rast
machten wir in einer Besenbeiz, die wir vom Gleitschirmfliegen am Vortag
kannten. Wurde uns am Samstag noch versichert, dass sogar Nasenbohren gefährlicher
sei als Gleitschirmfliegen, erzählte uns nun die Wirtin der Besenbeiz mit
heiterem Gemüt von einschlagenden Körpern auf ihrem Hausvorplatz, von
zappelnden Männern an Hochspannungsleitungen und Gleitschirmen, die als
Baumschmuck eingesetzt wurden. So verliessen wir den Ort des Schreckens, um bei
km 20 ein weiteres Mal den Besenwagen in Anspruch zu nehmen. Schrat Marti hatte
ebenfalls den hinteren Reifen seines Fahrrades zu Tode gedrückt. Worauf ihm
Vinz Jr. Bütler mit einer generösen Geste sein Bike zur Verfügung stellte und
blitzgeschwind im Besenwagen verschwand. Dort fand er einen Sitz, der ihm besser
bekam.
Die Aktion Bewegungstherapie endete am Bahnhof Stansstad, wo wir in das cheibe
schöne Carli, vormals Besenwagen, umstiegen.
Auf dem Nachhauseweg gab es Mittagessen und Presi Brauni führte die Verlosung
zur Bestimmung der Veranstalter der nächchsten Reise durch.
Wir freuen uns auf das deb/spekt-akel, das uns Jüge Kleb, Vinz Bütler und Paul Cardinal Geisseler im Jahre 1 nach dem Höhepunkt aller Reisli zu bieten haben.
Reisli 2001 mit drei Darmausgängen (Bilder)
Anfangs Sommer im Jahre 2001 erhielten die Mitglieder der Panzerknackerklicke Dicke Post. Wir wurden eingeladen, unsere drei Darmausgänge Muchi, Speedy und Ruedi auf der jährlichen PK-Reise zu begleiten. Des Weiteren sollten wir unsere Organisatoren mit Feuchttüchern und Intimsprays ausstatten, was bei uns ein erstes Stirnrunzeln verursachte.
Aller Ungewissheiten zum Trotz versammelten wir uns am Freitag den 12. September um 13.30 Uhr im Schützi. Dort warteten wir vor uns hin. Um eine gähnende Langeweile abzuwenden, griff unser wackeres OK tief in die Trickkiste und setzte sich Sennenkäppis auf. Dieser Schachzug brachte das allgemeine Gähnen zum Erliegen, und Schnarchen setzte ein. Mit uns wartete auch ein 40jähriger Carchauffeur, namens Nidel, mit Gemahlin. Dann plötzlich zum 65sten Geburtstag des Chauffeurs kam Leben in die Bude. Wir setzten uns in den bereitgestellten Nidelcar und fuhren in Richtung Hirzel, wo uns unterwegs eine gelungene Überraschung erwartete: Die Ehemaligen! Gemeint sind unsere ehemaligen Mitglieder Peti Kleb, Michi Rota und Werni Hotz, die am Strassenrand lagerten und Autostopp machten. Wir nahmen sie gerne mit ins Verderben. Ennet dem Hirzel gerieten wir in einen ersten Stau und damit in eine erneute Wartephase. Dann ging es weiter zum Bowlen nach Cham. Nicht schlecht, Warten mit Bowling zu verbringen. Die drei Typen mit den Sennenkäppis machten auf gute Stimmung und weiter ging es nach Iseltenwald, wo wir ins Strandhotel einmarschierten. In diesem Gourmet-Tempel konnten wir die Zutaten zu unseren Spiessen selber zusammenstellen und mussten anschliessend warten bis alles gegrillt war. Glücklicherweise versüsste uns die kesse Christine die Wartezeit mit ihrer emsigen Anwesenheit. Auf alle (fast alle) unsere Fragen antwortete sie: „Uf jede Fauw". (Auf jeden Fall). Es fiel uns schwer, soviel Klarheit zu verlassen und uns in eine unbestimmte Zukunft fahren zu lassen. Diese erwartete uns im Hotel Bären in Interlaken. Und warten mussten wir längere Zeit, bis wir das alte Gehütt gefunden hatten. Eine Institution aus der Pionierzeit des Übernachtens! Vierstöckig mit einer Dusche für das ganze Haus! Was das bedeutet, ist dem aufmerksamen Leser klar: warten, warten, warten.
The Day after: Samstag, 13. Oktober.
Ein schöner, lichtdurchfluteter Spätsommertag, da lag es auf der Hand, sich in einen mit künstlichem Licht erhellten Kühlschrank zu begeben und etwas Curling zu spielen. So kam es, dass unsere ungelenken Knochen an diesem warmen Tag auf dem kalten Eis der Curlinghalle „Matten" herumlagen. Wir haben uns das Datum notiert, um bei eventuellen rheumatischen Spätfolgen gegen das OK gerichtlich vorgehen zu können. Da das Urteil wahrscheinlich auf Freibier lauten würde, schien uns dieser Weg der beste zu sein. Nach diesen 2 Stunden Bettflaschenbillard wurden wir mit Spaghetti à Discretion belohnt, danach mit freiem Ausgang ab 14.00 Uhr. Eine gute Möglichkeit die gefrorenen Curlinggebeine im Bett, bei einer Seilbahnfahrt, im Spunten oder beim Jassen aufzutauen. So werden diese Stunden als Nachmittag des individuellen Wartens in die Geschichte unserer Reiseveranstaltungen eingehen.
Am Abend dann aber Nachtessen im Anker, einem schweizweit bekannten Musikrestaurant.
Dort spielten zwei fetzige Bands, sodass das Warten Spass machte.
Bereuet, das Ende naht: Sonntag, 14.Oktober.
Ob das alles gewesen sei, fragten sich einige Reisende. Die Antwort des OK war eindeutig: Abwarten!! Wir fuhren mit dem Nidelcar um den Vierwaldstättersee herum nach Sattel SZ und stiegen dort in einen, den Landesverteidigern unter uns bekannten, Pinzgauer um. Dieses Gefährt brachte uns Halbschuhträger auf den Wildspitz, wo der Hüttenwart zum Zmittag einlud, und wo wir von den anwesenden Rotsocken argwöhnisch gemustert wurden. Die Aussicht war erstklassig, und das immer noch herrliche Wetter lud zum Zuwarten ein. Bei dieser Gelegenheit konnten die Veranstalter der Reise 2002 ausgewählt werden. Diese bittere Pille erhielten die abwesenden Werni Schuler und Peti Flüeler sowie der Schreibende selbst!
Danach ab nach Hause und dem OK für diese wettermässig schöne Reise ein dreifach Schnabel hoch!!!
Was die Reise des nächsten Jahres betrifft: Wir können es kaum erwarten.
PK Reisli 2000 (Bilder)
Am Freitag den 27.10.00 um 17.00 Uhr war es wieder einmal soweit: Die Panzerknacker versammelten sich zum alljährlichen Reisli. Die ausgelosten Organisatoren waren: Jöre „Gürkel" Marti, Paul „Büebel" Geisseler und Roli „Tschäntzi" Jantz. Die Erwartungen waren hoch, galt es doch den letztjährigen Reisekatastrophen eine weitere hinzuzufügen. Nach einem kleinen Apero im Rest. Neuhüsli hockten wir uns in den bereitgestellten Bus und fuhren los. Zur allgemeinen Überraschung war unser Chauffeur kein anderer als Vinz Jr. Bütler alias Big Mama! Deshalb fuhr unser Car in markanter vorne links Schräglage in Richtung Winterthur. Dort fanden unsere wackeren Organisatoren ihr erstes geplantes Ziel und das nach nur anderthalb Stunden verzweifelten Suchens. Es war der Teddy O`Brian Pub. Nach dieser hochverdienten Pause fuhren wir weiter nach Schaffhausen wo wir mit Hilfe eines eingeborenen Fräuleins die Rotisseria Guidi erreichten. In diesem Feinschmeckerlokal gab es dann etwas Warmes zu Essen. Und für Urs Fux einen kalten Teller Spaghetti. Nach den üblichen Diskussionen über die Weinqualität machten wir uns auf um den Autoschlüssel zu suchen, welcher in der Hosentasche eines gewissen R. Jantz steckte. Er wollte sich im Bus schlafen legen, fand ihn allerdings nicht. (Typisch Org. Komitee) So machten wir auf Schützenschwarm und fanden bald den Verirrten, mitsamt Schlüssel. Also fuhren wir weiter, überquerten die Grenze nach Deutschland und landeten schliesslich in Singen. Dort ging die übliche Sucherei los, diesmal nach unserem Hotel, einem Bau namens City Victoria. Aus medizinischer Sicht sei hier ein starker, unlösbarer Krampf in der rechten Hand unseres Präsidenten erwähnt. Dies muss wohl dazu geführt haben, dass unser Presi seinen Koffer nicht im Hotel deponiert hat, sondern mitsamt Gepäck direkt ins Singener Nachtleben marschiert ist. Die Vorkommnisse der laufenden Nacht zu schildern würde den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen. Am späten Morgen des Samstages wurde dann mit mehr oder weniger Hunger gefrühstückt, um dann mit unserem vorne linkslastigen Car aufs Land zu fahren. Presi Brauni konnte nicht mitkommen, weil er noch sehr müde war vom Kofferschleppen. Das Org. Komitee fuhr mit uns zur Lochmühle, einem Freizeitpark, den sie erstaunlicherweise sehr schnell fanden. Dort fand eine Bauernolympiade mit folgenden Disziplinen statt: 1. Armbrustschiessen. 2. Hufeisenwerfen. 3. Wettnageln (der Verlierer zahlt eine Runde). 4. Hau den Lukas. 5. Motocross. 6. Traktorenrallye. 7. Bullenreiten. 8. Wettmelken. 9. Vesper essen/trinken. 10. Indiana Jones Übungen (über eine Seilbrücke hangeln, an einer Rolle eine Schlucht überqueren und dergleichen mehr). Dieser Wettbewerb brachte einen eindeutigen Sieger hervor. Es war Jüge Kleb, der sich jedoch nicht so richtig freuen konnte, da die wackeren Organisatoren wieder einmal etwas nicht finden konnten: Den Preis! Dafür konnten wir unserem Presi guten Tag sagen, da er unterdessen mit einem Taxi, aber ohne Koffer, zu uns gestossen war. Müde, aber glücklich wie die Bio-Säue, kehrten wir dem Landleben unsere malträtierten Rücken. Nach einer einstündigen Regenerationsphase im Hotel begann der Abschnitt „Saturday Night Fever". Zuerst mit dem Nachtessen in der „Freiheit 40" einem recht ordentlichen Lokal, das leicht zu finden ist. Anschliessend begaben sich die schönen und edlen unter uns ins „Oskar". Nicht alle konnten zu dieser Kategorie gezählt werden und mussten draussen bleiben. Auch Thömel Aeppli, dessen 200.- Fränkige Trekkingschuhe nicht gut genug waren um in der Singener Szene ein Bier zu trinken! Nachdem wir genug Lack und Affen gesehen hatten, fanden sich die meisten von uns wieder im Hotel ein. Leider auch Peti Flüeler, der beim Türken ein Kebab erstanden hatte. Dieses „Nahrungsmittel" erinnerte sehr stark an einen verwesenden Schafsbock, der wohl an einer Knoblauchvergiftung gestorben sein muss. Am Sonntagmorgen frühstückten wir deshalb am offenen Fenster und stellten unsere Uhren auf Winterzeit um. So dauerte unsere Reise noch eine unendliche Stunde länger. Zu Mittag fuhren wir los in Richtung Heimat, um in der Region Ricken die Atzmännig-Schlittelbahn zu suchen. Nach einer kurzen Irrfahrt durch die Ostschweiz erreichten wir unser Ziel leider etwas zu spät, denn unterdessen hatte leichter Regen eingesetzt, was das Schlitteln vorläufig verunmöglichte. Souverän flocht das Org. Komitee einen Wettbewerb im nahegelegen Restaurant ein, mit Fragen auf die niemand, auch nicht das O.K., eine Antwort wusste. Plötzlich war die Bahn wieder trocken und es konnte gestartet werden. Alles lief unfallfrei ab, nur ein kleiner Knirps kam unten kreidebleich an, denn er hatte auf halber Strecke in den Rückspiegel geschaut und darin Urs Fux gesehen, der mit Donnergetöse von hinten heranrumpelte. Es war nicht mehr weit bis nach Hause, wo wir auch wohlbehalten ankamen
Fazit der Reise: Wer sucht, der findet!
Wir freuen uns schon auf die nächste, die von Muchi, Ruedi und Speedy organisiert werden wird. (damit es gleich alle wissen)